FAQ & Glossar
Antworten auf häufige Fragen und Erklärungen zu Fachbegriffen rund um Elektrotechnik und Photovoltaik.
Was Kunden uns häufig fragen
Glossar Elektrotechnik
Fachbegriffe, die Ihnen in der Elektrotechnik und rund um Photovoltaik begegnen, einfach und verständlich erklärt.
Blindleistung
Elektrische Leistung, die in einem Wechselstromkreis zwischen Erzeuger und Verbraucher hin und her pendelt, ohne in nutzbare Energie umgewandelt zu werden. Blindleistung entsteht durch induktive oder kapazitive Lasten wie Motoren oder Kondensatoren. In industriellen Anlagen wird sie durch Kompensationsanlagen reduziert, um Energiekosten zu senken.
Betriebsmittel (elektrisch)
Alle Geräte und Anlagen, die der Erzeugung, Übertragung, Verteilung oder Anwendung elektrischer Energie dienen. Dazu gehören ortsfeste Betriebsmittel wie Schalttafeln und ortsveränderliche Geräte wie Verlängerungskabel. Beide Kategorien sind nach DGUV Vorschrift 3 regelmäßig zu prüfen.
DGUV Vorschrift 3
Unfallverhütungsvorschrift der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) für elektrische Anlagen und Betriebsmittel. Sie verpflichtet Arbeitgeber zur regelmäßigen Prüfung elektrischer Anlagen durch eine befähigte Elektrofachkraft. Früher unter dem Namen BGV A3 bekannt.
EEG (Erneuerbare-Energien-Gesetz)
Bundesgesetz, das die Einspeisung von Strom aus erneuerbaren Energiequellen in das öffentliche Netz regelt und Vergütungssätze festlegt. Für Photovoltaikanlage-Betreiber ist das EEG die rechtliche Grundlage für die Einspeisevergütung. Die Vergütungssätze werden regelmäßig angepasst und sinken für neue Anlagen schrittweise.
Elektrofachkraft
Person, die aufgrund ihrer fachlichen Ausbildung, Kenntnisse und Erfahrungen sowie Kenntnis der einschlägigen Normen Arbeiten an elektrischen Anlagen beurteilen und selbständig durchführen kann. Elektromeister sind Elektrofachkräfte im Sinne der relevanten Vorschriften.
Erdung
Elektrische Verbindung von Betriebsmitteln oder Anlagenteilen mit der Erde. Die Erdung schützt vor gefährlichen Berührungsspannungen und ist ein grundlegendes Sicherheitselement jeder Elektroinstallation. Ohne korrekte Erdung funktioniert auch der Fehlerstromschutzschalter (FI) nicht zuverlässig.
FI-Schalter (Fehlerstromschutzschalter)
Schutzeinrichtung, die bei Fehlerstrom, also wenn Strom über einen ungewollten Weg zur Erde fließt, den Stromkreis innerhalb von Millisekunden unterbricht. Der FI-Schalter schützt vor lebensbedrohlichen Stromschlägen und ist in modernen Hausinstallationen Pflicht. Fachleute sprechen auch von einem RCD (Residual Current Device).
Kilowatt-Peak (kWp)
Maßeinheit für die Nennleistung einer Photovoltaikanlage unter standardisierten Testbedingungen. Eine Anlage mit 10 kWp erzeugt unter idealen Bedingungen 10 Kilowatt elektrischer Leistung. Im realen Betrieb liegt der Ertrag pro kWp in Deutschland typischerweise bei 900 bis 1.100 Kilowattstunden pro Jahr.
Lastprofil
Darstellung des zeitlichen Verlaufs des Stromverbrauchs eines Haushalts oder Betriebs. Beim Planen einer Photovoltaikanlage hilft das Lastprofil dabei, die optimale Anlagengröße und Ausrichtung zu bestimmen und zu berechnen, wie viel des erzeugten Stroms selbst verbraucht werden kann.
Leitungsschutzschalter (LS-Schalter)
Sicherungselement im Sicherungskasten, das eine Leitung vor thermischer Überlastung und Kurzschluss schützt. Im Gegensatz zu alten Schmelzsicherungen lässt sich ein LS-Schalter nach dem Auslösen einfach wieder einschalten. Umgangssprachlich auch als "Sicherungsautomat" bekannt.
Marktstammdatenregister (MaStR)
Öffentliches Register der Bundesnetzagentur, in dem alle Energieanlagen in Deutschland erfasst sind, darunter alle Photovoltaikanlagen. Die Registrierung ist gesetzlich verpflichtend und muss innerhalb eines Monats nach Inbetriebnahme erfolgen. Wir erledigen diese Anmeldung für Sie.
Mittelspannung
Spannungsebene von 1 kV bis 60 kV, die zur Übertragung und Verteilung elektrischer Energie in lokalen Netzen genutzt wird. Mittelspannungsanlagen kommen in Industriebetrieben, größeren Gewerbeobjekten und öffentlichen Einrichtungen vor. Für Arbeiten an Mittelspannungsanlagen ist eine besondere Schaltberechtigung erforderlich.
Netzbetreiber
Unternehmen, das die elektrischen Verteilnetze in einem Gebiet betreibt und für deren Instandhaltung verantwortlich ist. Wer eine Photovoltaikanlage in Betrieb nimmt, muss diese beim zuständigen Netzbetreiber anmelden. Dieser gibt die Einspeisung frei und regelt die Auszahlung der Vergütung.
Photovoltaik (PV)
Technologie zur direkten Umwandlung von Sonnenlicht in elektrische Energie mithilfe von Solarzellen. Photovoltaikmodule bestehen aus Halbleitermaterialien, meist Silizium, die bei Lichteinfall eine elektrische Spannung erzeugen. Der Begriff setzt sich zusammen aus dem griechischen "phos" für Licht und der Maßeinheit "Volt".
Potenzialausgleich
Elektrische Verbindung zwischen Metallteilen und Betriebsmitteln in einem Gebäude, um gefährliche Spannungsunterschiede zu vermeiden. Der Potenzialausgleich ist ein wesentlicher Bestandteil des Schutzkonzepts einer Elektroinstallation und schützt vor Stromschlägen durch Berühren verschiedener Metallteile.
RCD (Residual Current Device)
Internationale Bezeichnung für den Fehlerstromschutzschalter (FI-Schalter). Erkennt Differenzströme und trennt den Stromkreis bei Überschreitung des Auslösestroms (typisch 30 mA) innerhalb weniger Millisekunden. Pflicht in Feuchträumen, Außenbereichen und Kinderzimmern.
Speichersystem (Batteriespeicher)
Ergänzung zu einer Photovoltaikanlage, die überschüssig erzeugten Strom speichert und bei Bedarf, etwa abends oder bei bewölktem Himmel, wieder abgibt. Ein Speicher erhöht den Eigenverbrauchsanteil und macht unabhängiger vom Netzbetreiber.
Stromkreis
Geschlossener Kreislauf, durch den elektrischer Strom fließen kann. Im Hausbau wird jeder einzelne Stromkreis durch einen eigenen Leitungsschutzschalter abgesichert. Eine ausreichende Anzahl getrennter Stromkreise ist wichtig für Sicherheit und Flexibilität.
Unterverteilung
Sicherungskasten oder Verteilungsfeld auf einer Unterebene, das von der Hauptverteilung gespeist wird. In größeren Gebäuden oder bei räumlich getrennten Bereichen werden Unterverteilungen eingesetzt, um Leitungslängen kurz zu halten und die Übersichtlichkeit zu verbessern.
UVV (Unfallverhütungsvorschrift)
Verbindliche Regelwerke der Berufsgenossenschaften, die sicherheitstechnische Mindestanforderungen in Betrieben festlegen. Für Elektrotechnik sind insbesondere die DGUV Vorschrift 3 (elektrische Anlagen) und DGUV Vorschrift 52/54 (Krane und Hebezeuge) relevant.
VDE-Norm
Technische Normen des Verbands der Elektrotechnik, Elektronik und Informationstechnik (VDE), die den Stand der Technik für elektrische Anlagen in Deutschland definieren. Die Einhaltung der VDE-Normen ist für alle Arbeiten an elektrischen Anlagen verpflichtend und dient der Sicherheit aller Beteiligten.
Wallbox
Wandladestation für Elektrofahrzeuge, die eine sichere und deutlich schnellere Ladung als eine normale Haushaltssteckdose ermöglicht. Wallboxen werden fest installiert und benötigen meist einen eigenen Stromkreis. Wir planen und installieren Wallboxen nach Ihren Anforderungen.
Wechselrichter
Zentrales Bauteil einer Photovoltaikanlage, das den von den Solarmodulen erzeugten Gleichstrom in netzkonformen Wechselstrom umwandelt. Die Qualität und Dimensionierung des Wechselrichters hat großen Einfluss auf den Ertrag und die Lebensdauer der Anlage.
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Kein Problem. Rufen Sie uns einfach an oder schreiben Sie uns. Wir antworten gerne und unkompliziert auf Ihre individuelle Frage.